Firmen MÜSSEN also Geld verdienen.

Internetkonsum statt TV-Nutzung

Juli 30, 2007 · 2 Kommentare

Jeder will es als erste/ r wissen: Wie wir bald fernsehen werden, dass beschreibt nun Lisa Nienhaus im faz.net. Bisweilen habe Youtube nicht mit den Bewegtbildern des Fernsehens mithalten können, erklärt Nienhaus eingangs. Das Konkurrenz nie ein Auge zumacht ist uns kein Geheimnis und so tauchen die Mitbewerber der klassischen Rundfunkanstalten mit gleichwertiger Qualität nun auf den Monitoren der PC und Macintosh-Computer auf. Oder mit fast ebenbürtiger Qualität. Aber ihr Abriss, der wie alle anderen derzeit verfassten Artikel über die Entwicklungen der Medienbranche, ist nicht mehr als eine Momentaufnahme, auch nicht weniger. Steckenpferd des scheinbar gehetzten europäischen Strukturwandels sei Joost, jene Firma, die schon mit Kazaa und Skype Wellen schlug. Am Start-Up Joost haben u.a. auch CBS Corporation und Viacom neben einem Risikokapitalgeber Anteile bereits in der Tasche. Am Programm wird sich dann nicht viel ändern – nicht viel: Werbung wird nicht weg zu zappen sein.  Die User zahlen nichts  für  den  Empfang.  Eine  zukunftsträchtige Lösung  für die Medienanstalten? Nein, RTL, ZDF oder die ARD folgen – zumindest in Deutschland – eigenen Visionen zur Rückgewinnung der ans Internet verlorenen Publikumsgemeinde. Auch die englische BBC entwickelt darüber hinaus ihre individuellen Ideen. Wenn das Internet sich weiterhin in Richtung personalisierten Angeboten entwickeln wird, so wird es auch keine allgemeingültige Sendeform geben – die technologischen Möglichkeiten und die Interessen der Jugendlichen oder Senioren, sie unterscheiden sich heute und auch in Zukunft.

Kategorien: Fernsehen · Internet · Medien · Nutzerverhalten · Start-Ups · Trends · Zukunft

2 Antworten bis hierher ↓

  • affentausch // August 1, 2007 um 5:14

    Also in meinen Augen ist die Sache klar: Die Privatsender ballern immer mehr Sendungen mit Werbung zu, so dass die Zuschauer immer mehr zu Werbefreien inhalten wechseln: Serien werden auf DVD geguckt oder über Festplattenrekorder von der Werbung befreit.

  • LosAlamos // August 7, 2007 um 7:05

    Sicherlich, nur wird kein Privatsender ohne Werbung auskommen und werbefreies Fernsehen wird es auch morgen noch nicht geben, vielleicht übermorgen. „Von der Werbung befreit“ erscheint mir, mit Verlaub, nahezu idealistisch – was ich auf DVD anschauen kann ist von gestern. Alles andere ist eine private „Serviceleistung“ meinerseits; das Festplattenrekordern wie auch die private Programmzusammenstellung per DVD-Kollektion. Ich werde zunächst folgendes glauben: man wird die Werbung noch effizienter einsetzen, noch konsumentengerechter, entsprechend unserem individuellen Nutzungsverhalten, von der Industrie via Internet-Surf-Verhalten absorbiert, registriert und archiviert und zu Verkaufs- und Kundenbindungszwecken wieder verwendet. Die Zukunft und die Gegenwart wird ohne Werbung nicht finanzierbar sein und die Vergangenheit lässt sich, wie erwähnt, denn das ist eine Möglichkeit, werbefrei zusammenstellen – dafür wird dann jedoch Software und Hardware notwendig und die eingangs erwähnte DVD-Kollektion führt im Zweifelsfall beim Erstkäufer zu Ausgaben führen, die Werbung in der Regel bezwecken soll. Soll heißen, wer sich der Werbung entzieht, wird dafür zahlen.

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