Firmen MÜSSEN also Geld verdienen.

Die Neugier der Wegwerfgesellschaft

Juli 30, 2007 · Keine Kommentare

Unterhaltung für die Mahlzeit: Interessant sind die Dinge die nicht zur Veröffentlichung gedacht waren. Die Magazine die wir kennen erleiden darum einen Mangel an Aufmerksamkeit, weil sie vielfach nicht nur berechenbar scheinen, sondern Geschichten und Informationen veröffentlichen, die, man kann sich das einmal zugestehen, selten mehr sind als Werbekataloge mit  serviceorientierten Einweg-Geschichten - zum Wegwerfen produziert. Ein Magazin ist dann gut, wenn es nach dem Lesen nicht im Mülleimer verschwindet. Vielleicht liegt es an den Autoren der Beiträge, dem mitunter längst zu professionellen Umfeld, in dem die Magazine hergestellt werden - ein ganzes Redaktionsteam handelt bis alles perfekt, ganz ohne Makel über die Korrekturfahne in die Fertigung geht. Das Foundmagazine stellt eine erfrischende Abwechslung für die knapp gewordene Ressource Aufmerksamkeit. Vielleicht nicht die Neuerfindung des Rads aber dennoch: veröffentlicht werden private Angelegenheiten - Fotos, Notizen, Nachrichten, Adressbücher von Ex-Knastis (?) und geheime Liebeserklärungen, doch nicht von professionellen Redakteuren und Autoren verfasst, eher in Straßenbahnen, auf Parkplätzen oder an Bushaltestellen als profitabler Müll entdeckt. Angefangen hat alles in einem Recyling-Zentrum nahe Chicago. Rund um den Globus erreichen die beiden Herausgeber Davy Rothbart und Jason Bitner inzwischen täglich neue Fundstücke. Für Menschen die eine Neugierde für das Privatleben anderer pflegen und die wirklichen , statt konstruierter Geschichten bevorzugen.


Kategorien: Magazin · Mahlzeit · Trends

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